Qualifizierungsoffensive Umweltbildung

Tiere verstehen und be-greifen

Start des deutschlandweiten Zertifizierungsverfahrens für
Zoos, Tierparks und Wildgehege
im Deutschen Wildgehege-Verband e.V. (DWV e. V.)

Zielvorstellungen
Das Bestreben des Verbandes geht jedoch weit über den reinen Bildungsanspruch hinaus, indem er seinen Mitgliedern die Entwicklung eines Qualitätsmerkmals empfehlen will, das einerseits die Werte einer Weltzoonaturschutzstrategie vermitteln, andererseits die wirtschaftliche Existenz des einzelnen Mitgliedsbetriebes sichern bzw. stärken will.
Die Qualifizierungsoffensive des DWV e.V. setzt an der Bildung für nachhaltige Entwicklung [BnE] an. Die Lernangebote sind darauf ausgerichtet, daß an Seminaren teilnehmende Parks zu diesem Punkt Wissen und Handlungskompetenz erwerben, um sich in der eigenen Einrichtung möglichst individuell weiterzuentwickeln.
Das Verfahren wird in drei Stufen aufgebaut, so dass sich ein Tiergarten je nach Möglichkeit und Größe angemessen zertifizieren lassen kann. In der Stufe 1 genügt die Teilnahme an Qualifizierungsangeboten, um nachhaltige Umweltbildung in ihrer Einrichtung weiter zu entwickeln.
In der Stufe 2 erfolgt – nach weiteren Fortbildungsseminaren – erstmals eine externe Begutachtung. Sogenannte Scouts (s.o.) haben sich während der Zertifizierung parallel weitergebildet und stehen nun gemeinsam mit den Projektleitern jeder Einrichtung individuell zur Verfügung, um die Qualitätsmerkmale zu begutachten und in jeder Hinsicht kritisch zu diskutieren.
In der Stufe 3 sind die Anforderungen, die für die Erlangung eines Zertifikats erfüllt werden müssen, umfangreicher, zeitaufwendiger und am Ende noch lohnenswerter. Denn hier wird bereits erwartet, daß sich der entsprechende Tiergarten die großen Ziele, die eingangs aus Sicht beispielsweise der Weltzoonaturschutzstrategie, der Agenda 21 von Rio de Janeiro oder direkter Artenschutzprojekte, die sich beispielsweise aus der Verbandsarbeit ergibt zu eigen macht und in seinem Bildungskonzept entsprechend der vorgegebenen Kriterien umsetzt.
Der Besucher soll dieses Markenzeichen erkennen, seine eigene Erwartungshaltung bestätigt wissen und seine Erlebnisse und Erfahrungen als nachhaltig positive Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.
Im Ergebnis wird eine Qualitätserhöhung in der Präsentation des gesamten Erscheinungsbildes der jeweiligen Einrichtung sowie seiner anspruchsvollen Bildungsarbeit gegenüber der allgemeinen Öffentlichkeit erwartet.
Eine Überschneidung mit anderen, bereits vorhandenen Zertifizierungsmaßnahmen ist weder zufällig noch unbeabsichtigt sondern gezielt gewollt, um die Praxis der Wildtierhaltung mit den theoretischen Ansätzen einer nachhaltigen Bildung zunächst zu verknüpfen, später zu vertiefen.

Es existieren bereits Zertifizierungsinstrumente in unterschiedlichen Ausprägungen; und auch im internationalen Raum ist der Weg, durch Zertifizierungen zur Qualitätssicherung beizutragen, durchaus verbreitet.
Bei einer Betrachtung vorhandener Zertifizierungssysteme ergab sich, dass diese sehr kostenintensiv und wenig flexibel sind. Eine inhaltliche Übertragung auf die Belange des DWV ist nur schwer zu realisieren, was zu dem eigenen Aufbau des mehrstufigen Zertifizierungsmodells geführt hat.

Download Qualifizierungsoffensive

Link zur Umweltbildungs-Qualifizierungsoffensive - bitte klicken

Artikel Qualifizierungsoffensive in der WAZA News 4/2010 - bitte klicken

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