
Mythos. Angstgegner. Krafttier.
Wohl kaum eine andere Tierart wird in der Öffentlichkeit so kontrovers diskutiert wie der Wolf. Und genau deshalb ist er für die Umweltbildung in unseren Mitgliedsparks von besonderer Bedeutung.
Schon in der frühen Menschheitsgeschichte war das Bild des Wolfes positiv geprägt: Remus und Romulus wurden der Legende nach von einer Wölfin aufgezogen. Der „Blaue Wolf“ galt als Stammvater des mongolischen Volkes, Odin ließ sich von Wölfen begleiten und für viele indigene Völker Nordamerikas war er „Bruder Wolf“. Auch im Schamanismus spielte er als Krafttier eine wichtige Rolle und galt als Vorbild für kluge Jagdstrategien.
Mit Sesshaftwerdung und Nutztierzucht wandelte sich dieses Bild. Der Wolf wurde zum Gegner. Konflikte um Nutztiere führten vielerorts zu seiner Verfolgung und regional sogar zur Ausrottung.
Seit rund 30 Jahren ist der Wolf zurück in Deutschland. Übergriffe auf Nutztierherden und Konkurrenz im Jagdrevier sorgen bis heute für Diskussionen.
🌿 Unsere Mitgliedsparks leisten deshalb wichtige Umweltbildungsarbeit. Sie vermitteln die ökologische Bedeutung des Wolfes, seine Rolle für gesunde Wildbestände und naturnahe Ökosysteme – ohne die Herausforderungen für Nutztierhalter auszublenden und zeigen Möglichkeiten zum Herdenschutz auf.
📍Europäische Wölfe, Timberwölfe und Polarwölfe könnt ihr in zahlreichen Mitgliedsparks erleben. Teilweise werden sogar alle drei Unterarten gehalten! Ihr findet Wölfe u. a. im Wildpark Bad Mergentheim, Wildpark Schorfheide, Tierpark Sababurg, Naturzentrum Wildpark Knüll und Wisentgehege Springe.