Zwischen Tierliebe und Tierproduktion - Zwischen Objekt und Mitgeschöpf

2. Symposium des Deutschen Wildgehege-Verbandes in Kooperation mit der ANIMA Stiftung gGmbH zum Thema „Ethik der Tierhaltung" am 17. und 18. November in Sasbachwalden

* Ein erfolgreiches Symposium *

Mehr als 20 Referate aus Forschung, Tiergärten, Tierschutzorganisationen, Verwaltung und Politik trafen sich zum Gedankenaustausch
Prominente Unterstützung durch Andreas Hoppe, Tatort-Kommissar und Selbstversorger

Unter der Schirmherrschaft vom Baden-Württembergischen Landwirtschaftsminister Peter Hauk kamen 120 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Nordschwarzwald

„Tiere in Menschenhand - Eine Frage der Ethik" war ein öffentliches Symposium, zu dem sich am 17. und 18. November im Kurhaus Sasbachwalden Experten aus Forschung, Tiergärten, Tierschutzorganisationen, Verwaltung und Politik trafen. Die Tagung gilt als Bestandsaufnahme, wie wir mit dem Mitgeschöpf Tier umgehen und Anforderungen an zukünftige Mensch-Tier-Beziehungen formulieren. Sie richtete sich an Tierhalter und Haltungskritiker, an Behördenvertreter und Politiker. Darüber hinaus profitierten vom Besuch alle, die nach fundiertem Wissen über artgerechte Tierhaltung suchen und denen ethisch vertretbare Mensch-Tier-Beziehungen wichtig sind.

„Einem stetig steigenden Interesse der Öffentlichkeit an Tiergärten steht eine steigende Kritik an der Tierhaltung beispielsweise zum Umgang mit Zirkustieren, landwirtschaftlichen Nutztieren, mit Labor- und Zootieren oder selbst mit Tieren aus Zuchtbetrieben für den Bedarf der Heimtierhaltung u.v.a.m. gegenüber.

Entwickelt sich tatsächlich ein neues anthropozentrisches Tierbild in unserer Gesellschaft oder ist dies die Folge einer emotional getragenen Netzwerkgemeinde, die Populismus über Wissen und Erfahrung stellt?

Wer immer sich für das Wohlbefinden unserer Mitgeschöpfe einsetzen will, finde auf dem Symposium verlässliche Fakten und Argumente", so Eckhard Wiesenthal, Vorsitzender des Deutschen Wildgehege-Verbandes e.V. in seinen einleitenden Worten.

In mehr als 20 Referaten wurden aktuelle Diskussionen aufgegriffen. Diese reichten vom Verbot der Zirkustierhaltung über die Kritik an Massen- und Zootierhaltung bis hin zum Umgang mit Haus- und Labortieren. Die Referate beleuchteten das Mensch-Tier-Verhältnis in fünf Themenkreisen: „Ökologie und Ethik" diskutierte, warum sich Menschen mit Tieren umgeben und welche Werte sie dabei leiten. „Tier- und Naturschutz aus politischer Sicht" thematisierte Tiere in Zirkussen und Zoos - und wer die Bedingungen ihrer Haltung bestimmt. „Erwartung des Menschen - Erfahrungen nach Einschaltquoten" untersuchte, welche Faktoren das Bild vom Tier beeinflussen. „Tierästhetik - Anforderungen an den Umgang mit Tieren aus emotionaler Sicht" schaute näher auf die Gefahren der Vermenschlichung. „Einflüsse auf die gesellschaftliche Meinungsbildung" forscht nach, welche Interessengruppen die öffentliche Diskussion über das Tierwohl bestimmen.

Zu den Referenten gehören Prof. Dr. Kurt Kotrschal von der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle Grünau, Prof. Dr. Heribert Hofer, Direktor des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin, Dr. Clemens Wustmans von der Humboldt-Universität zu Berlin, Institute for Public Theology (Ethik und Hermeneutik), Dr. Thomas Kölpin, Direktor der Stuttgarter Wilhelma und Dr. Dag Encke, Direktor des Tiergarten Nürnberg. Vertreten sind auch der International Congress of Zookeepers (ICZ), der WWF Deutschland, der Nationalpark Schwarzwald, die Akademie für Zoo- und Wildtierschutz e. V. und die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. Das Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird ebenso vertreten sein wie die Landestierschutzbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Dr. C. Jäger, MLR.
Zum Abschluss des Symposiums wurde vom Schauspieler Andreas Hoppe ein Statement „aus Sicht eines öffentlich bekannten Nicht-Tierhalters" abgegeben. Hoppe spielt im Ludwigshafen-Tatort den Kommissar Mario Kopper. Der Fernsehermittler ernährt sich vorzugsweise aus seinem großen Garten. 2009 erschien sein Buch „Allein unter Gurken. Mein abenteuerlicher Versuch, mich regional zu ernähren".

Andreas Hoppe verfolgte die Diskussion, die bereits seit August durch inhaltlich anregende Newsletter auf die Tagung einstimmte, mit großem Interesse. Aus privaten Gründen war es ihm leider nicht vergönnt, der Tagung beizuwohnen.

 

 

Realisiert durch: NEW IMAGINE Werbung | Werbeagentur Kassel